Der gemeinnützige Verein zur Förderung der Polizeiseelsorge im Saarland (Polizeiseelsorgeverein Saarland) unterstützt die ökumenische Polizeiseelsorge

Schwerste Verkehrsunfälle, Tötungsdelikte, Angriffe auf Polizeibeamte, dazu Belastungen im Privatleben, Trennungen, Krankheiten, Todesfälle – auch Polizistinnen und Polizisten sind nur Menschen! All diesen Belastungen sind Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte tagtäglich ausgesetzt. Diese Belastungen jeweils mit sich selbst auszumachen, ist nicht immer die beste Lösung. In unserer Polizeiorganisation steht für eine professionelle Aufarbeitung belastender Ereignisse neben dem Betreuungsteam auch die Polizeiseelsorge bereit. Grundsätzlich gilt: Die Polizeiseelsorge ist für die Belange der Polizeibediensteten in unserem Land und ihrer Angehörigen zuständig. In Abgrenzung hierzu kümmert sich die Notfallseelsorge um Opfer von Straftaten oder Unfällen und ihre Angehörigen.

 

 Weihnachtsgruß der evangelischen und Katholischen Polizeisselsorge

 Liebe Bedienstete in der Saarländischen Polizei,
zum bevorstehenden Weihnachtsfest grüßen wir Sie alle ganz herzlich. Wir tun dies mit einem
ganz alten Bild – der Verkündigung der Engel an die Hirten. Im Lukasevangelium heißt
es dazu: „Es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten
des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn
leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch
nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch
ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt
und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott
in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.“
In der Weihnachtsgeschichte wird viel geredet – auf neudeutsch: eine Geschichte voller Kommunikation. Der Engel verkündet Maria, dass sie ein Kind
bekommen wird. Kaiser Augustus lässt mitteilen, dass er sein Volk zählen lassen will. Maria und Josef werden sich auf ihren Wegen und der Suche nach
einem Quartier viel erzählt haben. Die Hirten untereinander reden und die Engel mit den Hirten, die Hirten mit Maria und Joseph und schließlich die
Hirten, als sie Gott für alles loben. Mehr Kommunikation geht kaum; aber die Geschichte erzählt auch von Missverständnissen, von Angst und Furcht
beim Reden, zum Glück auch vom guten Reden miteinander.
Wir Menschen haben unsere Sprache und (ge-)brauchen sie: für Mitteilungen und Anordnungen, für Austausch und Nähe, für Abstand und Streit.
Schlimm ist es, wenn man sich trotz gemeinsamer Sprache nicht mehr versteht. Noch schlimmer aber ist es, wenn wir nur noch übereinander oder sogar
gar nicht mehr miteinander reden. Dann geben wir etwas auf, was unsere ureigene Eigenschaft ist: dass wir uns nämlich austauschen und auch streiten.
Wir nehmen uns ernst, wenn wir miteinander sprechen. Davon erzählt uns die Weihnachtsgeschichte eine Menge: Gott selbst redet zu und mit uns, weil
er in Jesus Mensch geworden ist und nimmt uns so ernst.
So wünschen wir Ihnen im Privaten und Beruflichen, dass Sie in diesen Tagen Zeit für gute Gespräche haben und für das offen sein können, was andere
Ihnen sagen. Wir wünschen Ihnen, dass Sie Zeit haben und sich Zeit nehmen können, um wirklich miteinander zu reden. Schließlich wünschen wir Ihnen,
dass Sie sich auf Gottes Wort an uns einstellen können und ihm trauen.
Herzlichen Dank für alle Ihre Dienste und Einsätze, für alle Begegnungen und Gespräche. Kommen Sie gut, behütet und gestärkt durch diese Tage und
Wochen. Ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Gang in das neue Jahr.
Ihre Dr. Rolf Dillschneider, Landespolizeidekan und Rudolf Renner, Landespolizeipfarrer

 

Ankündigung von Gottesdiensten der Polizeiseelsorge:

Den Gedenkgottesdienst für die im Jahr 2017 verstorbenen Kolleginnen und Kollegen (auch der nicht mehr im Dienst aktiven) feiern wir am Donnerstag, 23.01.2018, 18:00 Uhr, in der kath. Pfarrkirche in Lebach-Eidenborn.

Nach jedem dieser Gottesdienst ist noch ein Zusammensein zum Gedankenaustausch, zu dem jeder Gottesdienstbesucher herzlich eingeladen ist.

Neu unter Veranstaltungen: Fahrt im März 2018 in die Toscana mit Dr. Rolf Dillschneider